vom Stoff zur Fahne

Stoffrolle
Das Material
Fahnen werden heute aus Polyesterstoffen hergestellt. Es wird grundsätzlich weißer Stoff eingesetzt, auf den dann die Farben nass in nass aufgedruckt werden. Polyesterstoffe sind hinsichtlich Haltbarkeit, Gewicht, Preis und Bedruckbarkeit ideal und liefern die besten Ergebnisse. Bevor der Stoff bedruckt werden kann, muss dieser vorbehandelt werden. Dabei wird er in einer Breitwaschmaschine gewaschen und von Rückständen befreit, die beim Weben bzw. Wirken aufgebracht worden sind. Anschließend wird er in einem Spannrahmen glatt gezogen, damit er auf der Druckmaschine eben aufliegt und problemlos bedruckt werden kann.

Die Druckvorlagen und die Druckschablonen
Für jede Farbe die gedruckt werden soll, wird auch eine Schablone benötigt. Die Druckschablonen können auf zwei Arten bebildert werden. Zum einen besteht die Möglichkeit, das Bild mit einer "Computer to Screen"-Anlage direkt auf die Schablone aufzubringen. Dabei wird das Druckmotiv mit einem speziellen, lichtundurchlässigen Wachs auf die Schablone aufgebracht. Diese ist vorher mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet worden. Bei der anschließenden Belichtung der Schablone härten die Stellen aus, an denen sich kein Wachs befindet. Die anderen Stellen bleiben weich und können hinterher ausgewaschen werden. An diesen Stellen dringt dann auch die Farbe durch die Schablone auf den Stoff. Eine andere Möglichkeit, die Schablonen herzustellen, ist die Projektion von Filmen mit Hilfe einer gewaltigen Projektionskamera. Zur Herstellung der Druckschablonen mit diesem Verfahren werden für jede Farbe, die gedruckt werden soll Filme angefertigt. Mit diesen Filmen werden dann die Druckschablonen belichtet. Dies geschieht mit Hilfe der Projektionskamera, in die die Filme quasi wie ein Dia eingelegt werden. Mit UV-Licht wird der Film dann auf die Schablone projiziert, die vorher mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet worden ist. Wo diese Schicht vom UV-Licht bestrahlt wird, härtet diese aus und wird farbundurchlässig. Die Stellen, an denen bei der Belichtung der "Schatten" hinfällt, bleiben weich und werden nach der Belichtung ausgewaschen. Nach dieser Auswäsche kann mit den Schablonen gedruckt werden.

Der Druck
Der Druck selbst erfolgt auf 75 m langen Druckstraßen, die bis zu 10 Farben nass in nass drucken können. Diese Anlagen arbeiten computergesteuert und können bis zu 1500 m² pro Stunde bedrucken. 

Die Fixierung der Farbstoffe
Nach dem Bedrucken läuft der Stoff durch einen Dämpfer, in dem die Farben thermisch fixiert werden. Durch 195° C heißen Dampf und unter hohem Druck öffnen sich bei diesem Prozess die Fasern und nehmen den Farbstoff auf. Dieser ist danach fest mit dem Stoff verbunden und kann nicht mehr ausgewaschen werden.

Die Nachwäsche
Es wird beim Druck allerdings soviel Farbe aufgebracht, dass diese nicht komplett von der Faser aufgenommen werden kann. Es ist daher erforderlich, die Fahnen nach dem Dämpfen noch einmal zu waschen und anschließend zu trocknen. Erst danach können die Fahnen vereinzelt und konfektioniert werden.

Die Konfektion
Die Konfektion großer Auflagen erfolgt mit Hilfe computergesteuerter Nähanlagen, die die Konfektion von der Stoffrolle zur fertigen Fahne übernehmen. Kleinere Auflagen und Einzelstücke werden von Hand geschnitten und fachgerecht vernäht. Jede Fahne wird dann einzeln in Polyäthylen-Folie verpackt und eindeutig gekennzeichnet. Danach erfolgt der Versand nach Ihren Vorgaben und Wünschen.